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Geschrieben von Redaktion

Wwoofing – Farmarbeit im Ausland World-Wide Opportunities on Organic Farms

Ihr wollt alles von der Welt sehen, habt aber nicht so viel Geld? Kein Problem, nicht immer braucht man tausende von Euro, um die Welt zu entdecken. Es gibt einige Tricks, mit denen Ihr viel Geld sparen könnt, besonders wenn Ihr nicht auf Luxusurlaub aus seid. Hier beantworten wir die wichtigsten Fragen zum Thema Farmarbeit in Kanada, damit Ihr für Euer Farm-Abenteuer gut vorbereitet seid. Viele Länder, nämlich 132 um genau zu sein, bieten das sogenannte Wwoofing an, also „World-Wide Opportunities on Organic Farms“. Das Prinzip ist einfach: Ihr arbeitet auf der Farm und bekommt (in den meisten Fällen) Unterkunft und Essen umsonst. Einige zahlen Ihren Woofern sogar ein kleines Taschengeld, aber das ist nicht die Regel.

Wie werdet Ihr ein Wwoofer?

Auf der offiziellen Wwoofer-Homepage, könnt Ihr nachgucken, ob das Land, für das Ihr Euch interessiert, überhaupt Wwoofing anbietet. Schaut einfach mal nach, es sind auf jeden Fall eine Menge dabei. Ihr wählt dann Euer Wunschland und werdet auf die entsprechende Seite weitergeleitet. Dort müsst Ihr Euch gegen eine kleine Gebühr anmelden, um mit den Farmern Kontakt aufnehmen zu können. Meistens sind auch Accounts zu zweit möglich. Für die kanadische Seite zahlt man beispielsweise für zwei Personen ca. 70,00 Kanadische Dollar, also ca. 45,00 Euro. Gültig ist der Account übrigens zwei Jahre.

Nachdem Ihr Euer Profil angelegt habt, könnt Ihr loslegen. Sucht nach Farms, die Euch interessieren (Pferde, Hunde, Gemüse, Obst etc.) und schreibt diese am besten direkt an. Nicht vergessen Euch vorzustellen und Euren Wunschzeitraum anzugeben – in den meisten Fällen bekommt Ihr dann innerhalb von 24 Stunden ein Feedback.

Braucht Ihr ein Arbeitsvisum?

Berechtigte Frage, denn wenn man arbeiten möchte, benötigt man eigentlich immer ein gültiges Arbeitsvisum sowie eine Sozialversicherungsnummer. Seid Ihr nicht gemeldet ist Eure Arbeit illegal und somit natürlich strafbar. Für Farmarbeit allerdings braucht Ihr kein Arbeitsvisum, lediglich das normale Touristenvisum. Der Grund ist einfach: Ihr arbeitet nicht für Geld, sondern hostiert lediglich auf der Farm und unterstützt die Farmer mit Eurer Hilfe. Informiert Euch aber unbedingt, wie lange das Touristenvisum gültig ist, denn von Land zu Land gibt es hier auch Unterschiede.

Seid Ihr über die Farm versichert?

Wir empfehlen, egal in welches Land Ihr reist, immer eine Auslandreiseversicherung abschließen. Manchmal seid Ihr bereits über Eure Kreditkarte versichert. Es gibt allerdings auch die Möglichkeit sich eine zusätzliche Auslandskrankenversicherung zuzulegen – hier ist allerdings Preise vergleichen angesagt. Über Eure Farm seid Ihr in der Regel nicht versichert und je nachdem in welchem Land Ihr seid, ist es wirklich mehr als Ratsam, eine Auslandskrankenversicherung abzuschließen.

Wie kommt Ihr zu Eurer Farm?

Hier ist Eigeninitiative gefragt. Am besten sucht Ihr frühzeitig nach Bus- oder Zugverbindungen über das Internet. Vielleicht könnt Ihr in manchen Ländern (z. B. Kanada) auch Trampen. Sollte die Farm sehr weit außerhalb liegen und es ist quasi unmöglich, dort mit den öffentlichen Verkehrsmitteln hinzukommen, dann werden Euch Eure Hosts bestimmt an einem ausgemachten Treffpunkt einsammeln.

Wo lebt Ihr während Ihr auf der Farm arbeitet?

In den meisten Fällen ist es so, dass Ihr direkt auf dem Grundstück, teilweise auch sogar im Haus der Farmbesitzer lebt. Viele haben aber auch einen oder mehrere Trailer auf dem Grundstück stehen. Wie es allerdings genau aussieht, das könnt Ihr auf der Woofer-Homepage, bei Eurem Host erfahren. Hier beschreibt jeder Host seine Farm inkl. der Unterkunft, in der Ihr untergebracht werdet. Wie viele Wwoofer gleichzeitig anreisen können, dass könnt Ihr der Profilseite ebenfalls entnehmen.

Werdet Ihr für Eure Arbeit entlohnt?

Ihr werdet nicht verhungern, denn Ihr werdet auf der Farm in der Regel gut versorgt. Hier bekommt Ihr alle Mahlzeiten sowie genug zu trinken. In einigen Fällen gibt es sogar das ein oder andere Bier, vielleicht werdet Ihr aber auch mal zum Essen in ein nettes Restaurant eingeladen – das ist allerdings von Farm zu Farm unterschiedlich. Geld bekommt Ihr für Eure Arbeit in der Regel allerdings nicht. Denn der Deal ist, Ihr arbeitet und dafür bekommt Ihr Unterkunft, Essen, Trinken und den unvergesslichen Einblick in die Welt einer Farmer-Familie und lernt im besten Fall sogar noch die Landessprache.

Wie lange könnt Ihr bleiben?

Viele bleiben ca. einen Monat auf der Farm oder sogar länger. Man kann natürlich auch nur einen kurzen Zwischenstopp einlegen und nur zwei Wochen bleiben. Das ist Euch überlassen, solltet Ihr aber unbedingt mit Eurem Host abklären. Natürlich ist die Dauer auch immer abhängig von der Gültigkeit Eures Visums.

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