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Geschrieben von Redaktion

Thailand auf eigene Faust! Inselhopping in Thailand | 2-Wochen Reiseroute

Ao Nang gehört zur Provinz Krabi und ist eine kleine Bucht am Festland von Thailand. Mir war der Ort vorher nicht bekannt – aber was soll‘s – Thailand hat mich noch nie enttäuscht. Ebenso wenig Ao Nang. Schöne, weitläufige Traumstrände, sucht man hier vergeblich, doch dazu später mehr. Ao Nang war für mich ein guter Ausgangspunkt, denn von hier aus war es uns bestens möglich, weitere Ausflugsziele, Sehenswürdigkeiten und Dinge von unserer To-Do-List zu erkunden.

Unterkunft:

Wieder mal haben wir uns für eine kleine Bambushütte entschieden, die uns sogar einen kostenlosen Zugang zum Pool direkt vor dem Häuschen bot. Dieser war zwar für alle zugänglich – aber das störte uns nicht weiter. Solltet Ihr Euch ebenfalls für dieses Resort entscheiden, so schreibt Euch auf jeden Fall die Adresse auf und beobachtet während der Fahrt, wo der Fahrer Euch „versucht“ hinzubringen. Denn auch er kannte die Adresse nicht und suchte ein wenig verzweifelt nach unserer Unterkunft. Die Rollervermietung war vergleichsweise etwas teurer – 250 Baht pro Tag – aber, da das Resort circa 3 Kilometer von Stadtleben und somit von allen erreichbaren Läden entfernt war, haben wir uns trotzdem dafür entschieden.
Nicole Leboch
Unsere Unterkunft in Ao Nang - das Ao Nang Pool Resort Bamboo

Was kann man in Ao Nang machen?

Die Liste ist lang – Strände, Buchten, Tempel und vieles mehr erwarten Euch in der Provinz Krabi. Doch fangen wir vorne an: Wer hier nach traumhaften Stränden sucht, sucht leider vergeblich. Der Hauptstrand, direkt an der Promenade gelegen, war weniger schön und sehr überfüllt. Die Menschen schlugen ihre Decken mehr oder weniger auf dem Gehweg vor dem Strand auf – denn einen breiten Sandabschnitt gab es hier leider nicht. Dennoch, und das war das einzige Schöne an diesem Strand, war, dass die Ebbe einen kleinen Sandweg frei machte. So spazierten wir zu der winzig kleinen Nachbarsinsel und suchten uns dort ein nettes Plätzchen. Andere Strände waren weniger einfach zu finden. Eigentlich blieben nur zwei Optionen (wenn man nicht gerade, an dem meiner Meinung nach nicht so schönen Hauptstrand an der Promenade entspannen möchte):

  1. Longtailboot mieten
  2. Ausflug buchen

Da ersteres aus Kostengründen nicht infrage kam, buchten wir einen Ausflug – so schlugen wir zwei Fliegen mit einer Klappe – naja, das dachten wir zumindest…

4-Island Tour in Ao Nang

...der Ausflug fiel (mal wieder) wortwörtlich ins Wasser. Wir haben die 4-Islandstour gebucht, bei einer ganz, ganz lieben Muslimin fast am Ende der Promenade vor einem Supermarkt. Gleich die erste Insel, die wir anfuhren war – nun ja – überfüllt. Uns wurde zwar gesagt, in der Nebensaison seien die Inseln nicht so stark vom Tourismus überschlagen, aber ganz ehrlich? Dann möchte ich nicht in der Hauptsaison da sein.

Neben dem schönen glasklaren Wasser gab es auch eine Art Fruchtbarkeitshöhle zu erkunden. Erst als wir einen Blick über die zahlreichen neugierigen Köpfen vor erhaschten, sahen wir sie – tausende Holzpenisse in jeder Form, Farbe und Größe. Was für mich extrem kurios wirkte, war für die vielen Thailänder eine Art Glücksbringer, wenn es um’s Thema Baby machen geht. Ob es wirklich was bringt? Wir freuen uns über Erfahrungsberichte ;)

Die Kulisse auf diesem Strandabschnitt war ein echtes Highlight. Weißer Sandstrand, kristalklares Wasser und kollossale Felsen, die aus dem Wasser ragen - ein perfekter Postkartenschnappschuss. Übrigens befindet sich hinter der Fruchtbarkeitshöhle eine weitere, etwas größere Höhle, die einem kleinen Labirynt gleicht. 

Der nächste Stopp war vor einer kleinen unbewohnten Insel namens Tub Island. Am Ufer hatten wir die Chance, zu tauchen und uns wurden zahlreiche „Nemos“ und „Doris“ versprochen. Leider waren es eher tote Korallenriffe und kleine, gelbe Fische, die wir zu sehen bekamen. Und dann fing es auch schon aus dem Nichts an, zu schütten. Schade, denn neben Tub Island befindet sich eine weitere kleine Insel namens Chicken Island. Bei Ebbe kann man sogar über eine traumhafte Sandbank von einer Insel auf die andere laufen. Nun Als es im Anschluss schnell auf die Nachbarinsel zum „Mittag“ ging, hat sich das Unwetter natürlich nicht gelöst – im Gegenteil. Wir stiegen schnell aus dem Boot, da es im Wasser erträglicher war, als die harten, kalten Regentropfen auf einen drauf prasseln zu lassen. Aber es war ein kleines Abenteuer und wenn man solche Situationen nicht so ernst nimmt, hat man sogar ein bisschen Spaß und unvergesslich wurde dieser Trip dadurch auch.

Besser wurde es in der Zwischenzeit immer noch nicht, weshalb wir die Chance leider nicht nutzen konnten, über die Sandbank auf Chicken Island zu gelangen. Dann ging es weiter zu letzten Station der 4-Islands Tour. Die Insel ist ein Nationalpark, weshalb wir viel Schönes erwartet hatten, erst Recht, da wir 400 Baht extra zahlen mussten. Dennoch, es war ein dreckiger, voller Strand – ich muss kein Wort darüber verlieren, wer den Müll dort lässt, schlimm genug – aber meiner Meinung nach könnte dieser dann von den zahlreichen „Aufpassern“ zumindest sauber gehalten werden, wenn schon jeden Tag mehr als 300 Touris vorbei schauen und extra dafür bezahlen.

Ein wenig enttäuscht von der Tour, was allerdings größtenteils dem Wetter geschuldet war, ging es nach Hause. Das sind die kleinen Momente, in denen die Nachteile der Nebensaison zum Vorschein kommen - doch lustig und unvergesslich war es allemal.

Unser Tipp
Nehmt Euch ruhig etwas Zeit und fragt an mehreren Ständen nach, was der Ausflug kosten soll. Von extremen Wucher-Preisen bis hin zu dem Preis, den wir bezahlten, war alles dabei. 700 Baht zahlten wir pro Person, davon waren 400 für den Nationalpark schon mitinbegriffen.

Nicole Leboch
Der typische Ausblick auf einem Longtailboot in Thailand.

Nicole Leboch
Der zauberhafte Phra Nang Strand mit der Fruchbarkeitshöhle.

Nicoel Leboch
Die bekannte Fruchtbarkeitshöhle am Phra Nang Strand. Hier kommen Menschen hin, die einen unerfüllten Kinderwunsch haben.

Nicole Leboch
Chicken Island, eine kleine unbewohnte Insel in Thailand. Die Insel erinnert an ein sitzendes Huhn.

Tiger Cave Temple - Krabi

Am nächsten Tag fuhren wir nach Krabi zum berühmten Tiger Cave Tempel. Wir hatten gehört, dass es nicht einfach sein soll, die sage und schreibe 1237 Treppenstufen auf dem Gipfel zu „erklimmen“, aber das gehört nun mal dazu.  Insbesondere, wenn man in einem buddhistischen Land unterwegs ist, wo Karma eine solch hohe Bedeutung hat – schaden wird es uns bestimmt nicht. Aber jetzt im Anschluss kann ich sagen, JA ES IST VERDAMMT HART. Und es gab viele Momente, in denen ich am liebsten wieder umgedreht wäre, aber das letzte Viertel, wenn man dem Ziel schon so nah ist, ging dann fast schon von alleine. Neben einer fantastischen und wirklich einzigartigen Aussicht gab es auch Wasser – was im ersten Moment viel wichtiger war.

Nicole Leboch
Der Aufstieg zum berühmten Tiger Cave Tempel (Wat Tham Sua) in Krabi. Der Anfang von insgesamt 1237 Stufen.

Nicole Leboch
Ein traumhafter Ausblick auf Krabi vom Tiger Cave Tempel aus.

Interessante Info
Dies soll nicht nur bloß ein eine "interessante Info" sein, sondern wirklich ein gut gemeinter Ratschlag: Bitte nehmt ausreichend Wasser mit. Die Strecke nach oben ist nicht zu unterschätzen. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit sowie den Temperaturen in Thailand, kostet es den eigenen Körper unglaublich viel Kraft. Ebenso wichtig zu erwähnen ist, dass es auch hier, wie in vielen anderen religiösen Stätten eine bestimmte Kleiderordnung gibt - auch, wenn sich nicht alle daran halten. Bedeckte Schultern und Kleidung bis zu den Knien ist auch hier sehr gerne gesehen.

Der Weg runter war zwar viel weniger atemraubend, aber dennoch anstrengend, da die Stufen nicht immer gleich gebaut sind. Schmal, hoch, weit, tief – eben anstrengend, aber vor allem lohnenswert. Es ist ein Muss für jeden, der in Krabi bzw. Ao Nang einen kurzen Halt einlegt. Nach Ao Nang ging es zurück nach Phuket, wo nur drei Tage später der Rückflug auf uns wartet. Was Euch in Phuket wartet, könnt Ihr im ersten Teil des Beitrages nachlesen.

Fazit Ao Nang:

Ao Nang war pures Neuland für mich. Bis auf die Provinz Krabi, habe ich zuvor von diesem Ort noch nie gehört. Heute bin ich froh darüber, dort gewesen zu sein. Ao Nang ist im Gegensatz zu Krabi, an der Küste gelegen, sodass wir, wenn wir denn gewollt hätten, auch am Strand hätten liegen können. Krabi war dafür etwas weiter entfernt, jedoch mit dem Roller innerhalb 30 Minuten gut zu erreichen. Bis auf die leichten Schmerzen im Hintern, waren die Fahrten aber besonder schön, da wir viel viel Natur, Landschaft und eben die für Thailand sehr bekannte Bergkulisse erkunden konnten. Ein paar Zwischenstopps bei den zahlreichen Händlern am Straßenrand waren so ebenfalls schnell und einfach realisierbar. Dazu muss ich noch sagen, dass wir auf diesem Weg die kuriosesten Früchte gesehen haben – auch wenn ich leider den Namen nicht mehr so genau nennen kann. Ausflüge aus der Region waren einfach zu planen, da wie überall in Thailand, alle 200 Meter eine Touristand zu finden ist. Der Ausflug zum Tiger Cave war mein persönliches Highlight. Wir haben echt gekämpft, diese endlosen Stufen hoch zu latschen und waren am Ende so froh, dieses Ziel erreicht zu haben und so um eine Erfahrung reicher im Leben geworden zu sein.

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