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Geschrieben von Redaktion

Städtereise nach Rom Wie Ihr dem Massentourismus in der Ewigen Stadt aus dem Weg gehen könnt

Salve heißt es in Rom zur Begrüßung für alle Menschen, die Rom einmal hautnah erleben wollen. Kaum eine andere Stadt Europas übt aufgrund ihrer einzigartigen Symbiose aus Alt und Neu eine so große Anziehungskraft auf ihre Besucher aus. Über 3.000 Jahre spannende Geschichte erwartet Euch hier, wenn Ihr einen Städtetrip planen wollt. Auch bei mir stand Rom auf meiner Liste der Städte, die ich im Leben einmal besucht haben möchte, ganz weit oben. Und das, obwohl es immer wieder von allen Seiten heißt, dass man das echte Rom, so wie es wohl nur die Römer kennen, aufgrund der unzähligen Besucher nur schwer zu Gesicht bekommt. Also musste ein Plan her, wie ich die Hauptstadt Italiens möglichst weit entfernt vom Massentourismus erleben kann.

Wann Ihr die Reise am besten antreten solltet

Zunächst einmal vorab: Rom ist sicherlich zu jeder Jahreszeit eine Reise wert. Die meisten Reiseführer raten jedoch zu einem Besuch im Frühjahr, wenn die Festivitäten zu Ostern beginnen. Ein Grund dafür sind bestimmt die angenehm warmen Temperaturen, die dazu einladen, seinen Cappucchino in einem Straßencafé an der frischen Luft zu genießen. Doch in meiner Vorstellung müsste es doch gerade dann, wenn in Rom Veranstaltungen am laufenden Band stattfinden, zu einem besonders hohen Touristenaufkommen kommen. Im Sommer hingegen sind die Straßen in Rom teilweise wie leergefegt, da viele Restaurants und Cafés Urlaub machen. Ein Städtetrip ist zu dieser Zeit auch nicht wirklich ratsam, da es einfach viel zu heiß ist.

Nina Sorgler
Eine Brücke führt zur Engelsburg in Rom
 

Den Spätsommer schloss ich schon allein wegen der sehr hohen Temperatouren für meine Städtereise aus, sodass meine Wahl auf den späten Herbst – bzw. den November – fiel. Und als ich schließlich nach meiner Ankunft auf dem Leonardo da Vinci Flughafen, der rund 30 Kilometer südwestlich der Großstadt liegt, ankam, schlug mir direkt eine wunderbar warme Brise entgegen. In Deutschland war es zu dem Zeitpunkt schon deutlich kühler und ich fühlte mich direkt in meiner Wahl bestärkt. 

Rom fasziniert mit einer jahrtausende alten Geschichte

Wie Ihr die richtige Unterkunft findet

Ihr möchtet während Eures Städtetrips in Rom gerne in einem Hotel übernachten? Dann empfehle ich auf jeden Fall, Euch für ein Hotel zu entscheiden, in dem Ihr ausschließlich Frühstück bucht. Rom bietet so viele tolle Restaurants, dass es schade wäre, wenn Ihr bei der Versorgung nur an Euer Hotel gebunden wärt. So könnt Ihr flexibel selbst entscheiden, wo Ihr Mittag- oder Abendessen zu Euch nehmt.

Bei meiner Wahl waren mit folgende Dinge wichtig:

  • Zentrale Lage, um alle Sehenswürdigkeiten schnell zu erreichen
  • Frühstück am Morgen, bevor ich auf Erkundungstour aufbreche
  • Positive Bewertung des Hotels
  • Ich wohne in fremden Städten gerne möglichst authentisch, weswegen ich darauf achte, dass das Hotel das Flair seiner Heimatstadt widerspiegelt

Meine Wahl fiel schließlich auf das kleine 3-Sterne Hotel Relais Forus Inn, das direkt an der Via Cavour im Zentrum von Rom liegt. Die Metrostation ist fußläufig zu erreichen und auch viele Sehenswürdigkeiten, Cafés Restaurants und Clubs befinden sich in unmittelbarer Nähe. Ein weiterer Pluspunkt war für mich aber vor allem der Look: Denn es handelt sich um ein antikes römisches Stadthaus, das zum Hotel umfunktioniert wurde. Das Frühstück wird Euch auf Eurem Zimmer serviert, damit Ihr ganz entspannt in den Tag starten könnt.

Aber macht Euch auf eines gefasst: Mit unserem deutschen Frühstück ist es nicht zu vergleichen. Römer beginnen Ihren Tag meist mit einem kleinen Croissant und einem Cappuccino. Im Hotel gibt’s oft auch etwas Obst und ein Glas Orangensaft.

Wie Ihr Euch in Rom fortbewegt

 
Nina Sorgler
Wer in Rom Auto fährt, muss sich auf viel Verkehr gefasst machen

Rom ist eine Großstadt – schon klar, aber ich muss sagen, dass man mit einem zentral gelegenen Hotel viele Sehenswürdigkeiten auch zu Fuß erreichen kann. Für mich ist ein Spaziergang eine tolle Möglichkeit, die Stadt besser kennenzulernen. Denn während Ihr bei Sightseeingtouren beispielsweise mit Hop-on-Hop-off Bussen immer genau dort landet, wo sich logischerweise auch alle anderen Touristen aufhalten, habt Ihr bei einer Erkundung "per pedes" die Gelegenheit, Euch auch abseits des Touristen-Rummels zu bewegen. Schnell könnt Ihr in eine Seitengasse hier und ein kleines Lädchen dort abbiegen und habt auf einmal ganz schnell das Gefühl, eben nicht in einer der größten Metropolen Europas zu sein.

Aber Vorsicht: Der römische Verkehr ist wirklich abenteuerlich, sodass Ihr niemals eine Straße überqueren solltet, ohne sicher zu sein, dass der Weg frei ist. Zwar machen die Autofahrer gerne durch lautes Hupen auf sich aufmerksam, aber da Ihr dieses Geräusch ständig in den Ohren haben werdet, solltet Ihr lieber vorsichtig sein!

Und wie würde ein solcher Ausflug zu Fuß durch die Gassen Roms besser zu genießen sein als mit einem leckeren italienischen Eis in der Hand?

Wenn Ihr weitere Strecken zurücklegen müsst, empfehle ich Euch, dass Ihr Euch direkt ein Ticket zulegt, mit dem Ihr für die gesamte Zeit Eures Aufenthalts mit Metro und Bus von A nach B kommt. Ihr bekommt diese Tickets für 24, 48 oder 72 Stunden oder auch für 7 Tage.

Die berühmten Sehenswürdigkeiten nicht verpassen

Auch wenn Euch bei den ganzen Menschenmassen immer mal wieder der Sinn nach Ruhe ist, solltet Ihr bei Eurer Reise die großen Sehenswürdigkeiten nicht ganz links liegen lassen. Schließlich gibt es kaum andere Städte, die ein so bezauberndes Neben- und Übereinander von jahrhunderte- und jahrtausende alter Architektur und Kunstschätze aller Epochen zu bieten hat. In meinen Augen zählen das Colosseum, der berühmte Trevibrunnen, die Spanische Treppe – die während meines Besuchs leider gerade restauriert wurde – sowie der Vatikan zum absoluten Muss.

Nina Sorgler
Ein Blick auf den Vatikan
Nina Sorgler
Der Vatikan ist der kleinste allgemein anerkannte Staat der Welt

Nina Sorgler
Drei Springbrunnen findet Ihr auf der Piazza Navona
Nina Sorgler
Das Pantheon begeistert mit seiner riesigen Kuppel und den mächtigen Säule

 

Ich bin dennoch der Meinung, dass man nicht unbedingt bei jedem Highlight das volle Programm mitmachen muss. Das heißt, am besten legt Ihr Eure Prioritäten vor der Reise fest und entscheidet, welche Sehenswürdigkeit Ihr auf jeden Fall sehen wollt. Wer das Kolosseum und den Vatikan von innen sehen möchte, ist schon allein damit eine ganze Stange Geld los.

Ich habe mich für das Kolosseum entschieden, eines der bedeutendsten und beeindruckendsten Bauwerke des antiken Roms, das früher Amphitheatum Flavium genannt wurde. Schon wenn Ihr davor steht, seht Ihr, dass es vor allem eines ist – riesig.

Für das Kolosseum, Palatin und Forum Romanum sind die Kombi-Eintrittskarten sehr begehrt und für so eine habe auch ich mich entschieden. Dank meiner Reisezeit musste ich auch nicht besonders lange anstehen. Wenn Ihr auf Nummer sicher gehen wollt, solltet Ihr Euch vor der Reise Tickets reservieren, ohne eine Uhrzeit festlegen zu müssen. Ganz ohne Anstehen geht es dann aber leider doch nicht.

Nina Sorgler
Das Kolosseum ist ein riesiges im antiken Rom erbaute Amphitheater

Nina Sorgler
Das Kolosseum ist sicherlich eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten in Rom

Unser Tipp

Das gibt es umsonst

  • Nahezu alle Kirchen in Rom sind frei zugänglich – sogar der Petersdom
  • Speziell deutsche Touristen werden von der Schweizer Garde zum Friedhof Campo Santo Teutonico direkt am Petersplatz gelassen
  • Lust auf einen Lügendetektor? Die Bocca della Veritá, die sich in der Vorhalle der Kirche Sa. Maria im Cosmedin befindet ist quasi das antike Gegenstück – also nehmt Euren Mut zusammen
  • Der Eintritt in die Vatikanischen Museen ist jeden letzten Sonntag im Monat kostenlos
  • Ihr wollt sehen, wie die Ehrengarde Ihre Wachablösung am Palazzo del Quirinale, dem Sitz des Staatspräsidenten, vornimmt? Auch das kostet Euch nichts.

Wie lange sollte der Trip nach Rom dauern?

In Rom gibt es wirklich viel zu sehen. Daher solltet Ihr schon drei bis vier Tage einplanen. So habt Ihr genügend Zeit, alles zu erkunden und auch mal zwischen den Sehenswürdigkeiten und der Masse an Touristen verschnaufen und Euch eine italienische Kaffee-Spezialität gönnen, mit der Ihr einfach mal nur von einem Café aus das dolce vita genießen sowie die Römer beobachten könnt.

Was sollte in Eurem Gepäck nicht fehlen?

Für eine kurze Städtereise reicht definitiv Handgepäck. So spart Ihr Geld beim Flug und Ihr müsst nicht so viel schleppen, wenn Ihr Euch vom Flughafen auf den Weg zum Hotel macht. Auch in den Frühjahrs- und Herbstmonaten solltet Ihr eine Sonnenbrille und Sonnencreme nicht vergessen. Für die zahlreichen Kirchen sind oftmals abgedeckte Schultern und lange Beinbekleidung Pflicht.

Nina Sorgler
Viele Brücken führen nach Rom
Nina Sorgler
Die Engelsburg befindet sich in Rom

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